Österreichs Maschinenbau ist geprägt von präzisen Lösungen und einer langjährigen Tradition – und an diesem Erbe knüpft die Deloro-Gruppe an. Mit Standorten in Oberösterreich und Niederösterreich sowie einem Fokus auf die Entwicklung und Fertigung von Sondermaschinen für die Metallbearbeitung und die Kunststoffverarbeitung hat die Familie Deloro seit über einem Jahrhundert Pionierarbeit geleistet. Besonders bekannt ist das Unternehmen für seine hochwertigen Bearbeitungszentren, die weltweit in der Automobil-, Luftfahrt- und Medizintechnik eingesetzt werden. Die Gruppe setzt dabei nicht nur auf technologische Exzellenz, sondern auch auf eine enge Zusammenarbeit mit Kunden aus der Industrie – eine Philosophie, die seit Generationen das Markenimage prägt.
Ein zentraler Treiber der Deloro-Gruppe ist die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Produkte. Aktuell arbeitet das Unternehmen an der Integration digitaler Fertigungstechnologien wie dem 3D-Druck und der KI-gestützten Prozessoptimierung. Das Ziel: noch präzisere, effizientere Maschinen, die auch komplexe Geometrien mit minimalem Materialverbrauch bearbeiten können. Ein konkretes Beispiel ist die neueste Generation der Bearbeitungszentren, die dank integrierter Sensorik und Echtzeit-Datenanalyse die Qualität der Teile automatisch überwacht und bei Abweichungen automatisch korrigiert. Diese Innovationen machen Deloro nicht nur zu einem Anbieter, sondern zu einem aktiven Gestalter der Zukunft des Maschinenbaus.
Nachhaltigkeit als Leitbild: Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft
Während der Maschinenbau oft als energieintensiver Sektor gilt, hat die Deloro-Gruppe in den letzten Jahren ein klares Nachhaltigkeitsprogramm entwickelt. Ein zentraler Baustein ist die Reduktion des Energieverbrauchs in den eigenen Produktionshallen. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und der Nutzung von Abwärme aus den Bearbeitungsprozessen konnte der spezifische Energiebedarf der Maschinen um rund 25 % seit 2015 gesenkt werden. Zudem setzt das Unternehmen auf recycelbare Materialien und arbeitet mit Partnern aus der Kreislaufwirtschaft zusammen, um Rohstoffe zu schonen. Ein besonders ambitioniertes Projekt ist die Entwicklung von Maschinen, die aus recyceltem Kunststoff und Aluminium gefertigt werden – eine Lösung, die in der Automobilbranche bereits von mehreren Herstellern übernommen wurde.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Die Deloro-Gruppe fördert die Ausbildung junger Fachkräfte in den Bereichen CNC-Bearbeitung und Robotik und unterstützt dabei auch die Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen dabei im Bereich der digitalen Fertigung, wo es gemeinsam mit der TU Wien an neuen Algorithmen für die Simulation von Bearbeitungsprozessen forscht. Diese Initiativen sollen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des österreichischen Maschinenbaus sichern.
Vom Handwerk zur industriellen Innovation: Die Geschichte der Deloro-Gruppe
Die Wurzeln der Deloro-Gruppe reichen bis ins Jahr 1912 zurück, als der Gründer, Josef Deloro, in einem kleinen Werk in Ried im Innkreis seine ersten Bearbeitungsmaschinen herstellte. Damals war das Unternehmen noch rein handwerklich geprägt, doch schon bald erkannte Josef Deloro das Potenzial der Mechanisierung. In den 1950er-Jahren begann die Familie mit der Serienproduktion von CNC-gesteuerten Maschinen, und seit den 1980er-Jahren setzt Deloro auf die Integration von Softwarelösungen, die die Bearbeitung von komplexen Bauteilen erleichtern. Heute ist das Unternehmen ein global agierender Player mit Büros in Europa, Nordamerika und Asien – doch der Sitz in Österreich bleibt ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Moderne.
Ein besonders prägendes Ereignis der Unternehmensgeschichte war die Entwicklung des ersten Bearbeitungszentrums mit integrierter Kühlungssystematik, das 1998 eingeführt wurde. Dieses Modell revolutionierte die Bearbeitung von hochfesten Legierungen und wurde von der Automobilindustrie als Standard für die Fertigung von Turbinenläufen übernommen. Seitdem hat Deloro eine Reihe von Innovationen vorangetrieben, darunter die Einführung von Mehrspindel-Bearbeitungszentren, die in der Luftfahrtindustrie für die Fertigung von Komponenten für Flugmotoren eingesetzt werden. Diese Erfolge zeigen, wie wichtig es ist, nicht nur auf bestehende Technologien zu setzen, sondern ständig neue Wege zu gehen.
- Die Deloro-Gruppe hat seit 2015 den spezifischen Energieverbrauch in den Produktionshallen um 25 % reduziert.
- Etwa 60 % der Maschinen des Unternehmens sind heute mit digitalen Fertigungstechnologien wie KI und 3D-Druck ausgestattet.
- Das Unternehmen arbeitet mit Partnern zusammen, die 90 % der verwendeten Materialien aus recycelten Rohstoffen herstellen.
- Seit 2018 unterstützt Deloro gezielt die Ausbildung von Fachkräften in der digitalen Fertigung mit über 150 Ausbildungsplätzen pro Jahr.
- Die neueste Generation der Bearbeitungszentren erreicht eine Bearbeitungsgenauigkeit von nur 0,001 mm.
Während die Deloro-Gruppe weiterhin an der Spitze der österreichischen Maschinenbau-Industrie steht, bleibt ihr Anspruch klar: hochwertige Produkte zu entwickeln, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch ökologisch verantwortungsvoll produziert werden. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Innovation Hand in Hand gehen müssen, zeigt das Unternehmen, wie ein Familienunternehmen auch in globalen Märkten erfolgreich sein kann – ohne dabei seine Wurzeln zu verlieren. zur startseite
Zukunftsausblick: Deloro als Vorreiter der industriellen Transformation
Die nächsten Jahre werden für die Deloro-Gruppe besonders herausfordernd, aber auch aufregend. Ein zentrales Thema ist die Integration von Industrie 4.0-Lösungen in die Produktion, etwa durch die Vernetzung der Maschinen mit der Cloud und die Nutzung von Blockchain-Technologien für die digitale Nachverfolgung von Bauteilen. Zudem wird das Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich der additiven Fertigung (3D-Druck) ausbauen, um komplexe Geometrien und Leichtbaukonstruktionen effizienter herzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von Maschinen, die in der Lage sind, selbstständig Fehler zu erkennen und zu beheben – eine Funktion, die in der Zukunft noch wichtiger werden wird.
